Freitag, 21. Dezember 2007

Via Amore

Kürzlich an einem Abend, ich kam mit einem guten Freund aus einer Gastwirtschaft und wir waren beide ziemlich guter Laune, stiessen wir bei einem Hauseingang im Zürcher Judenviertel auf zwei grosse Kartonschachteln. Gratis stand da in krakeliger Schrift auf einem Zettelchen geschrieben, welches mit einem Klebstreifen an einer der Schachteln angeheftet war. «So geil, eine echte Carrera-Rennbahn» jauchzte der Kollege und stürzte sich sogleich auf die Schachtel mit dem begehrten Spielzeug. Derweil fasste ich die andere Schachtel ins Auge; sie war in samtenen Rottönen gehalten und ein kitschiges Herz, welches den in Schnörkelschrift gemalenen Schriftzug Via Amore umrahmte, prangte die Frontseite. In glitzerndem Photoshop Chrom-Effekt. Ich dachte als Erstes an eine Gummipuppe oder Ähnliches dieser Art. Bei genauerem Betrachten konnte ich feststellen, dass die Linie des Chrom-Herzes gleichzeitig eine Schlange darstellte; das Herz war zudem mit einem Amor-Pfeil durchschossen. Wunderschön. Darunter dann die Unterzeile:

Das erotische Kennenlernspiel. Erfahren Sie auf unkomplizierte Weise, Sinnlichkeit und Zärtlichkeit auf dem Weg zur Liebe.
Das vermeintliche Sexspielzeug entpuppte sich als erotisches Brettspiel. Während mein Kollege fleissig mit Auspacken der verschiedenen Rennbahn-Teile beschäftigt war, hat mich meine Entdeckung voll in den Bann gezogen. Auf der Seite der Packung stand dann die Auflösung:
Dieses Erotikspiel ist für zwei Personen gemacht, die sich gerne etwas näher kennenlernen möchten.
Und etwas weiter unten dann:
Mit einer Flasche Wein oder Sekt zu dem Spiel, schaffen Sie die richtige Atmosphäre.
Aha, ein Sauf- und Fickspiel also, genau nach meinem Geschmack. Ich konnte der Versuchung nun nicht länger widerstehen und öffnete die Schachtel. Ich sah das. Ein nackter, wohlgeformter Frauentorso lachte mir entgegen, zwar nur aus Plastik, aber mit viel Liebe zum Detail modelliert und herzig mit einem (echten!) Schlüpfer bekleidet. Geil. Eine mit Punkten, welche wohl Spielfelder darstellen sollten, bestückte Linie in Form einer Schlange bewegte sich den ganzen Oberkörper entlang, zwischen den Brüsten hindurch und um den Bauchnabel, Richtung Höschen. Dazu waren ein Würfel, zwei Spielfiguren (in Herzform!) sowie sechs (sex) Stapel mit Karten beigelegt. Im Bewusstsein, dass ich dieses Spiel auf keinen Fall einfach so liegenlassen konnte, schnappte ich mir die grosse Schachtel und nahm sie schnurstracks nach Hause, wo ich sie etwas genauer unter die Lupe nahm.
Ich studierte die beigelegte Gebrauchsanweisung; das Spiel funktioniert relativ einfach: Es gibt rote, gelbe und blaue Herzkarten sowie violette und orangene Wissens- und grüne Abwehrkarten plus einige Zielkarten, welche im Höschen stecken. Die Felder auf der «Spielbahn» sind unregelmässig mit diesen Farben bzw. Symbolen bestückt, sprich, wer sich auf ein gelbes Feld würfelt, zieht demnach eine gelbe Karte, auf der seine Aufgabe steht. Zur Erklärung: Die violetten und orangenen Wissenskarten enthalten Fragen, welche man seinem Gegenüber stellen muss, in etwa sowas oder was in dieser Art (die orangenen sind etwas derber), die gelben, blauen und roten Herzkarten stellen Aufgaben, welche vom Würfelnden zu erledigen sind; dabei wird von den verschiedenen Farben unterschieden: Während die gelben, «harmlosen» Karten am Anfang des Spiels (Schultern) häufig vertreten sind, wird es gegen unten über die violetten (Brust- und Bauchregion) immer wilder, bis man schliesslich unterhalb des Bauchnabels angelangt ist (und dabei den Sekt schon ziemlich geleert hat) und mit den roten Karten die versauten Dinge kommen und man sich Richtung Schlüpfer nähert, wo die Zielkarten warten. Super. Mit den grünen Abwehrkarten kann man dann noch unerwünschte Aufgaben oder Fragen des Gegenübers abwehren, wenn einem etwas zu intim geht.
Zusätzlich gibt es auf dem Weg noch sogenannte Glas-Felder, wer sich auf ein solches würfelt, muss sein Glas subito leertrinken. Ein Traumspiel praktisch.
Nun fehlt mir eigentlich nur noch eine geeignete Mitspielerin, um das Spiel in der Praxis zu testen. Bislang haben mir leider alle Frauen auf meine Anfrage relativ verschüchtert eine Absage erteilt, auch meine Mitbewohnerin vermochte ich für ein «kollegiales Spiel unter Wohnungsgenossen» nicht zu überzeugen. Schade. Deshalb stelle ich das Spielbrett nun im Wohnzimmer als dekoratives «Kunst-Objekt» auf. Ist doch noch hübsch, oder?

Kommentare:

  1. yeah, super! es fehlt nur noch die chiffre-nr. unter der sich spielwilige girls (herzige und säulis) bei dir melden können, du alter sexgrüsel.

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  2. Super.
    Dein Bericht könnte nicht besser sein.

    Event. hätte ich für dich 2 Girls ( TAMARA und SANDY) die mit dir geile BRETTSPIELSTUNDEN haben wollen.
    Leider musst du zuerst im TAM TAM, den Manni anrufen, der gibt dir weitere Auskünfte, ob die 2 Girls auch verfügbar sind! Super.

    Als weiteren Vorschlag, könnte ich dir anbieten, für dich ein Loch in deine Wand zu bohren, und das Heissgeliebte Brettspiel, an deine Wand zu hängen. Wir könnten dann, heisse Abende organisieren, wo wir dann, In Reih und Glied, ein WettWeitWixen machen könnten. Eine Art, DART Spiel, ohne Pfeile.haha. Ich stelle mir gerade vor ( Bin ein Grüsel )wie ich in bester Siegeslaune, dem süssen Brettspiel, aus 3m Entfernung, zwischen die knackigen Plastik Brüste eakuliere. Super.

    Wir könnten heisse Geschenke organisieren, für die Gewinner.
    Was meinst du?

    greeez Phil

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  3. ouuhh und ich dachte zuerst du hättest das spiel mit deinem "guten freund" eingespielt, holla döwg.

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  4. Sind das deine süssen Fingerchen, die die Karten halten? Wenn ja, ich bin bei einer Runde dabei!

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  5. aja ganz vergessen:
    interessierte girls können sich mit foto, oder noch besser, video, jederzeit für eine partie melden unter papamoll1@hotmail.com.
    es läge mir jedoch am herzen, wenn du die spielregeln schon etwas kennen würdest, damit ich nicht alles erklären muss ich hasse das. du findest sie hier nochmals genauer beschrieben: http://www.dooyoo.de/archiv-games-spiele/via-amore/519920/
    ebenso wäre ich dir dankbar, wenn du das getränk mitbringen würdest (und zwar was feines, ich trinke keinen fusel), da ich meinerseits schon das spiel und natürlich meine wenigkeit zur verfügung stelle.
    deine daten werden mit vertraulichkeit behandelt.

    und ja, die süssen fingerchen sind von mir.

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  6. ausserdem arbeite ich für eine modelagentur und bin auf der suche nach neuen, jungen talenten. ich habe ein äuglein für zukünftie stars und könnte dich vielleicht gross rausbringen; auf die international rennomiertesten catwalks der glitzernden fashion-metropolen dieser welt. ich habe schon superstars wie katie adams oder jessica burgholzer entdeckt und habe gute beziehungen.

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  7. Ah ah...wir haben es hier mit einem " Schnöösel" zu tun, der hilflose, wirre Mädchen dazu bringen will,sich dem grüsligen Millieu des Papa Moll's zu verkaufen. Ich finde du machts hier den Mädchen falsche Hoffnungen, du Grüsel.

    P.S: ääähm, ich suche noch eine 13jährige....hast du noch eine im Angebot??? Mir geht die "WARE", ähhm ich meine natürlich , die Mädchen, immer so schnell aus.!!



    Hahahha

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  8. wie geil. die marketingstrategen haben wohl guerilla-marketing für sich entdeckt. bin nämlich unter den exakt gleichen umständen zu dem spiel gekommen, nur das das es mit dem "gratis"-zettel versehen in einer kölner seitenstraße stand.

    die mitspielerinnensuche gestaltet sich bei mir allerdings ähnlich schwierig. und ständig wird der wahrheitsgehalt der geschichte des fundes bezweifelt. als wenn man dafür freiwillig geld ausgeben würde.

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